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Abenteuerspielplatz Hasenbergl Muenchen

Abenteuerspielplazt ABIX im Hasenbergl

Schulverlag fördert schulfernes Leseprojekt „LESIX“ mit 4.000 Euro

Schlechte Noten, schulischer Misserfolg, schließlich Furcht vor der Schule: Leseschwierigkeiten können die Weichen fürs Leben stellen, manchmal sogar aufs Abstellgleis.

Auf dem Münchner Abenteuerspielplatz ABIX verknüpft das Leseförderprojekt „LESIX“ Bewegung mit Sprache, Lesen, Kreativität und Phantasie – und hilft Kindern spielerisch in die Spur. Die Cornelsen Schulverlage GmbH fördert diese wichtige Arbeit nun mit 4.000 Euro. Einige der Erst- bis Sechstklässler, die am Nachmittag oder am Wochenende auf den Abenteuerspielplatz des Kreisjugendring München-Stadt (KJR) kommen, haben mit dem Lesen ihre liebe Not. Sie besuchen vorwiegend Förder-, Haupt- und Mittelschulen, das Lesen klappt nur stockend, macht deshalb auch keinen Spaß und in der Schule werden sie dafür ausgelacht.

Um das zu ändern, bietet der ABIX seit bald drei Jahren das Projekt "LESIX - Informelle Leseförderung" an, das sich von anderen Leseprojekten unterscheidet. Es gibt keinen „Unterricht“, keine „Lerngruppe“, keine festen Lernziele und überhaupt gar nichts, was an Schule erinnert. Denn LESIX will ja nicht die Schule in die Freizeitstätte hineinholen und damit das, wovor viele Kinder am meisten Angst haben. Wie aber Lesen lernen, ohne zu lesen? „Natürlich lesen wir hin und wieder gemeinsam mit den Kindern zweisprachige Geschichten aus ihren Heimatländern“, sagt die Projektleiterin Maike Surminski, „meist jedoch wird gespielt und gereimt.“

Mit dem Angebot, „komm, wir lesen ein Buch!“ weckt sie bei den ABIX-Kindern selten Begeisterung. „Aber Lust auf Spielen und Bewegung haben alle.“ Daher werfen sich die Kinder zum Beispiel gegenseitig den Ball zu und rufen dabei neue Vokabeln. Sie erzählen sich Geschichten mit Fingerpuppen oder probieren neue  Fadenspiele aus, bei denen ein langer Faden zu immer neuen Mustern um die Finger gewickelt wird. Was das mit Lesen zu tun hat? „Ganz einfach“, sagt Surminski, „sie sind neugierig auf neue Varianten und schauen dazu in unser Fadenspielbuch, dabei lesen sie aus eigenem Antrieb.“

Ziel ist es, zunächst die Sprachkompetenz zu fördern und, ganz wichtig, den Kindern Erfolgserlebnisse zu ermöglichen und so ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Das  macht sich dann in der Lesekompetenz bemerkbar und nicht selten auch in den schulischen Leistungen. Dieses erfolgreiche Konzept unterstützt die Cornelsen Schulverlage GmbH nun mit einer Spende in Höhe von 4.000 Euro. Diese Förderung trägt wesent-lich dazu bei, LESIX auch im nächsten Jahr fortführen zu können.


Hintergrund:

„LESIX“ ist kein Nachhilfe-, Mentoren- oder Vorleseprojekt, sondern geht einen neuen Weg. Das Projekt verknüpft Bewegung mit Sprache, Lesen, Kreativität und Phantasie. Kinder, die aus den unterschiedlichsten Gründen, etwa wegen schulischer Misserfolge oder fehlender familiärer Unterstützung, keine altersgemäße Lese- und Sprachkompetenz entwickeln konnten, gewinnen über LESIX mit seinen vielfältigen methodischen Elementen ein positiveres Selbstbild. Das führt letztlich ohne Leistungsdruck und Bewertung zu mehr Neugier auf Lesen, zu Erzählfreude und Lust auf Sprache

Quelle/Foto: Kreisjugendring München-Stadt

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