Über Email teilen Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Auf Google+ teilen
Förderung von Kinder- und Jugendtheaterproduktionen,Landeshauptstadt München,

Förderung von Kinder- und Jugendtheaterproduktionen

Landeshauptstadt München

Das Kulturreferat der Landeshauptstadt München vergibt 2016 für Kinder- und Jugendtheaterproduktionen der freien Szene Fördermittel
in Höhe von gesamt 100.000 Euro: 

Förderungen werden ausgereicht für Christiane Ahlhelm und ihr Theater „KUNSTDÜNGER“ für „Von einem der auszog das Fürchten zu lernen“, Die kleinste Bühne der Welt für „Heimspiel“, das Figurentheater Pantaleon für „Wenn Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen“, Anette Geller für „Ayda, Bär und Hase“, Judith Huber für „Mix Match“ sowie Christoph Theussl und Traummaschine INC für „Die katastrophale Johanna.“ Dies hat der Kulturausschuss der Landeshauptstadt München in seiner Sitzung am 6. April auf Empfehlung einer Jury beschlossen.

Die geförderten Produktionen stehen mit ihrer professionellen künstlerischen Arbeit exemplarisch für das zeitgemäße Kinder- und Jugendtheater und haben das Potential, wegweisend und impulsgebend zu sein. 18 Anträge von professionell tätigen Theaterschaffenden sowie freien Bühnen und Theatergruppen mit künstlerischem Arbeitsschwerpunkt im Großraum München waren eingegangen.

Zu den geförderten Produktionen:

Christiane Ahlhelm und Theater „KUNSTDÜNGER“ / „Von einem der auszog das Fürchten zu lernen“


Auf der Grundlage des grimmschen Märchens bringt die Theatergruppe ein geschlechtersensibles Stück mit den Themen Angst, Männlichkeit und Hel- dentum auf die Bühne. Kinder ab 6 Jahren haben hier die Gelegenheit, sich mit übermächtigen Rollenvorbildern auseinander zu setzen. Das Stück mit Livemusik wird in München im Kulturzentrum 2411, verschiedenen Kulturhäusern, auf Festivals und in Schulen zur Aufführung kommen. Schon seit vielen Jahren steht das interdisziplinäre Team des Theaters KUNSTDÜNGER als Impulsgeber auf hohem künstlerischen Niveau für das Kinder- und Jugendtheater; die Produktion wird mit 10.000 Euro gefördert.


Die kleinste Bühne der Welt / „Heimspiel: Eine deutsche Fragestunde”

Das Stück von Hedwig Rost und Jörg Baesecke soll Kindern mit und ohne Migrationshintergrund mit Hilfe theatraler Mittel Lust auf Sprache machen. Hierbei wird unsere gesellschaftliche Realität reflektiert und es werden Vorschläge für Veränderungen gemacht. Für Kinder ab 8 Jahren wird die

in kleine Sequenzen geteilte Produktion an unterschiedlichen Orten wie Pasinger Fabrik, Leierkasten Dachau, Sollner Kulturbühne im Gasthaus IBERL, in Turnhallen und auch in Klassenzimmern zu sehen sein. Das Kulturreferat fördert Die kleinste Bühne der Welt mit 20.000 € 


Figurentheater Pantaleon / „Wenn Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen”

Auf der Grundlage des Bilderbuchs von Kathrin Schärer entsteht ein offen gespieltes Figurentheaterstück, das mit Schauspiel und Musikeinspielungen kombiniert wird. Die erstmalige Kooperation von Alexander Baginski und der Regisseurin Christiane Ahlhelm lebt von der Identi kation des jungen Publikums mit dem tierischen Helden. Der Triumph des vermeintlich Schwächeren über den Stärkeren holt die junge Zielgruppe ab 4 Jahren direkt in ihrem Alltag ab. Das kleine Format und die unkomplizierte Technik gewährleisten, dass die Inszenierung an vielen verschiedenen Orten gespielt werden kann: in Bibliotheken, Bürgerhäusern (u.a. der Pasinger Fabrik), Festivals und Kindergärten. Die Fördersumme beträgt 9.750 Euro. 


Anette Geller / „Ayda, Bär und Hase”

Im Zentrum der Geschichte steht die fünfjährige Ayda, die mit ihren aus dem Iran stammenden Eltern in Deutschland lebt. Die großen Gefühle des Mädchens und die Suche nach seiner Heimat und Identität werden einfühlsam, differenziert und gleichwohl humorvoll thematisiert. 

Grundlage bildet das Kinderbuch von Navid Kermani. Zusammen mit einem internationalen Team, dessen Muttersprachen in der Inszenierung Niederschlag nden, wird das Theaterstück mit tänzerischen und musikalischen Mitteln umgesetzt. Aufführungsorte der Inszenierung für Kinder ab 5 Jahren sind Hoch X, Kulturetage in der Messestadt Riem und die Seidlvilla in Schwabing. Die Förderung des Kulturreferats beträgt 16.290 Euro.


Judith Huber / „Mix Match”

Judith Huber entwickelt hier ein performatives Gesamtkunstwerk für junges Publikum, in welchem keine fertige Geschichte erzählt wird, sondern in der das Publikum eigene Bilder und Geschichten assoziiert. Basierend auf dem Kinderspiel Mix Max verwandelt sich die Spielerin über ein wan- delbares Kleidungsstück, das Kostüm und Bühnenbild zugleich ist, auf skurille und lustige Weise in unterschiedliche surrealistische Figuren. Auf spielerische Weise werden Vorurteile hinterfragt und der Toleranzgedanke gestärkt. Die Performance für Kinder ab 3 Jahren wird im Hofspielhaus München aufgeführt. Die Förderung des Kulturreferats beträgt 20.000 Euro.



Christoph Theussl und Traummaschine INC/„Die katastrophale Johanna”

„Die katastrophale Johanna” ist als theatrales Stationendrama am Ufer der Isar geplant. Im Zentrum steht Martha Jane Cannary Burke, eine schil- lernde Figur des Wilden Westens, die sich auf sehr individuelle Weise den üblichen Genderzuschreibungen ihrer Zeit entzog. Die Künstlerinnen und Künstler wollen versuchen, gesellschaftliche Umwälzungen der damaligen Zeit in Verbindung zu bringen mit dem Münchner Hier und Jetzt. Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche können über interaktive Elemente – Musik, Spiel und Material – ins Geschehen eingreifen. Die Freiluftproduktion mit experimentellem Ansatz fördert die Stadt München mit 23.960 Euro.


Der Jury gehörten an:

Andrea Maria Erl (Künstlerische Leiterin Theater Mummpitz und Panopti- kum Nürnberg), Thomas Stumpp (Theaterbereich Goetheinstitut), Cindy Jänicke (Dramaturgin, Produzentin und Regisseurin), Frank Striegler (Europäisches Festival für Kinder- und Jugendtheater), Xenia Bühler (Theaterpä- dagogin und Dramaturgin für Kinder- und Jugendtheater), Marion Schäfer (Kultur und Spielraum e.V.) sowie aus dem ehrenamtlichen Stadtrat Julia Schönfeld-Knor, Kathrin Abele (SPD-Fraktion), Beatrix Burkhardt, Dr. Reinhold Babor (CSU-Fraktion), Dr. Florian Roth (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/Rosa Liste).

Ausführliche Informationen und Jurybegründungen unter www.muenchen. de/kulturfoerderung 

Weiterführende Links