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Graffiti in München

Graffiti in München

Neue Website

Über die Geschichte des Graffiti in der Stadt, die Akteure aus vier Jahrzehnten und Spielregeln für legale Wandmalereien und andere Formen der Urban Art informiert die Internetseite www.münchengraffiti.de, die nun online ist. 

Konzipiert und realisiert wurde die umfangreiche Seite von KlickKlack Publishing, einem unabhängigen Münchner Kollektiv, das seit 2010 bereits mehrere Publikationen zum Thema Graffiti veröffentlicht hat. Beauftragt und mit 10.000 Euro finanziert wurde www.münchengraffiti.de vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München. In die Entwicklung der Internetseite wurde die Färberei, eine Einrichtung des Kreisjugendrings, eingebunden, die seit vielen Jahren Treffpunkt der Graffiti-Szene ist. www.münchengraffiti.deversteht sich als offenes Portal für Interessierte aller Altersgruppen und stellt die Vielfältigkeit und Kreativität von Graffiti in den Vordergrund. Das Design der Website fordert – analog zur Graffiti-Kunst – zu einer tieferen Auseinandersetzung auf. Erst auf den zweiten Blick entdeckt man die sich überlagernden Flächen und ständig neue Farbkombinationen und -kompositionen. 

Die Informationen rund um „Graffiti in München“ umfassen wichtige Anlaufstellen, Fördermöglichkeiten für diese Kunstform, eine Übersicht über legale Flächen und aktuelle Projekte. Eine interaktive Stadtkarte zeigt bedeutende Orte, Institutionen und Flächen. Die geschichtliche Zusammenfassung über Graffiti in München beginnt in den 1980er-Jahren, als hier erstmals Zeichen, Buchstabenkombinationen und Figuren an Wänden auftauchten. Später folgten der erste komplett besprühte Zug in der Bundesrepublik und die damals größte „Hall of Fame“ Europas auf dem Gelände der Flohmarkthallen in der Dachauer Straße. Sie war so bezeichnet, da dort künstlerisch besonders bemerkenswerte Graffitis zu sehen waren. München hatte sich damit den Ruf einer internationalen Graffiti-Hochburg erworben. Die Geschehnisse von damals bis heute werden anhand von Text-, Bild- und Video-Material beleuchtet. Die Dokumente geben einen guten Überblick über die Entwicklung einer Jugend- und Protestkultur hin zu einer anerkannten Kunstform mit einer großen Bandbreite an Ausdrucksformen.

www.münchengraffiti.de wird laufend weiterentwickelt und aktualisiert. Die Erstellung der Website wurde möglich, weil der Stadtrat 2014 ein umfangreiches Förderprogramm für Street Art und Graffiti in München beschlossen hat. Ein jährliches Budget von insgesamt 180.000 Euro zur Unterstützung lokaler und internationaler Projekte wurde bereit gestellt. Das Kulturreferat, das eine zentrale Anlaufstelle für Street Art und Graffiti einrichten konnte, vergibt diese Mittel und konnte 2016 mehr als 20 Projekte unterstützen. Der Verein Positive Propaganda erhält eine Förderung für seine Aktivitäten. Daneben werden Programme, Ausstellungen und Workshops, die sich inhaltlich mit Street Art und Graffiti befassen, unterstützt. Zu den wichtigsten Aufgaben des Kulturreferats gehört die Förderung von Gestaltungsaktionen sowie die Unterstützung bei der Akquise von Flächen für Street Art und Graffiti. Rückmeldungen hierzu können per E-Mail an patricia.mueller@muenchen.deoder unter Telefon 233 – 243 64 abgegeben werden.

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