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Impflücken in München, Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs ruft zum Impfen auf, Diphtherie, Poliomyelitis, Masern, Mumps und Röteln

Impflücken in München

Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs ruft zum Impfen auf

18.04.2016

Die diesjährige Bayerische Impfwoche startet am heutigen 18. April in der Münchner Fußgängerzone. 

Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs ruft daher die Münchner Bevölkerung zum Impfen auf: 

„Eine Impfung bedeutet nur einen kleinen Piks, der die Gesundheit und sogar Leben retten kann. Wer sich impft, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Impfen ist also auch ein Dienst an der Gemeinschaft. Wir sollten auch nicht denken, Impfen sei nur eine Angelegenheit für Kinder. Erwachsene sollten sich ebenso schützen.“


Die Bayerische Impfstrategie sieht Impfbuchkontrollen in den 6. Klassen vor. V

om Schuljahrgang 2013/2014 konnten in München 76,11Prozent der Impfbücher überprüft werden. 

Gute Werte konnten für die Impfung gegen Tetanus festgestellt werden. 

Impflücken bestehen dagegen bei Diphtherie, Poliomyelitis, Masern, Mumps und Röteln mit Durchimpfungsraten um
die 90 Prozent. 

Allerdings wäre zur Auslöschung der Krankheiten ein Impfschutz von mindestens 95 Prozent erforderlich. 

Würden die Impfraten auf alle Schüler und nicht nur auf die vorgelegten Impfbücher bezogen, wäre der Impfschutz vermutlich auch in dieser Gruppe unbefriedigend niedrig. 

Ein unzureichender Impfschutz bestand bei den Impfungen gegen Keuchhusten (Pertussis) und Hepatitis B, hier besteht Handlungsbedarf. 

Keuchhusten ist vor allem für junge Säuglinge ohne Impfschutz gefährlich. 

Diese können auch von Erwachsenen ohne Auffrischung angesteckt werden. 

„Das Ergebnis zeigt, dass wir in München teilweise deutliche Impflücken aufweisen,“ sagt Jacobs. „Hier müssen wir ran, damit die Gruppenimmunität für die Gesamtbevölkerung hergestellt ist. Gehen Sie zum Impfen!“ 


Informationen und Beratung

In Deutschland gibt es keine Impfpflicht, aber die Gesundheitsreferentin rät: „Nutzen Sie die Angebote zu Beratung und Information.“ 

Bei einer Impfbuchkontrolle werden eventuelle Lücken aufgezeigt und individuelle, schriftliche Empfehlungen gegeben. 

Grundsätzlich sollte diese Überprüfung durch die Hausärztin/den Hausarzt erfolgen. 

Daneben bietet das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) den Münchner Bürgerinnen und Bürgern täglich eine telefonische Beratung rund ums Impfen von 11 bis 12 Uhr an. 

Unter der Rufnummer 233-6 69 07 geben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne Auskunft.


Impfberatung für Flüchtlinge

Gruppen von nicht oder nur unzureichend geimpften Menschen sind besonders gefährdet. 

Daher berät das Referat für Gesundheit und Umwelt alle Flüchtlinge im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Erstuntersuchung zu Impfungen. 

Außerdem führen Mitarbeiterinnen des RGU Impfbuchkontrollen und Beratungen in den Unterkünften durch. 

Bereits seit Ende März 2016 werden seitens des RGU Impftermine angeboten. 

Neben den existierenden Impfangeboten für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge können so weitere Menschen erreicht und Impflücken geschlossen werden. 

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