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Kinder brauchen Rituale und Feste

Kinder brauchen Rituale und Feste

Lange galten sie als veraltet. Doch Menschen brauchen Rituale. Und ganz besonders brauchen sie unsere Kinder.

24.11.2015 bis 24.11.2015

Denn sie geben Halt und Wir-Gefühl. Wer an seine Kindheit zurückdenkt, wird sich bestimmt gerne an liebevolle Rituale zurückerinnern: Das gemeinsame Nachtgebet mit der Mutter, ein besonderer Abschiedsgruß, der alljährliche Laternenumzug oder der obligatorische Lutscher vom Großvater. Und wehe, diese feste Gewohnheit wurde nicht eingehalten oder vergessen!?

Den Alltag mit Kindern können Rituale enorm erleichtern. Denn alles was regelmäßig wiederkehrt und stets nach dem gleichen Schema abläuft, akzeptieren Kinder leichter. So lassen sich auch Regeln des Zusammenlebens und tägliche Pflichten ritualisieren. Wie zum Beispiel das morgendliche Waschen mit einem Lied zu verbinden oder wenn die Kinder abends beim Ausziehen einmal wild durchs Zimmer laufen. Lästige Pflichten werden so zu lustigen Erlebnissen, auf die man sich schon freut.

Kinder befinden sich oft in Phasen des Übergangs und der daraus resultierenden Unsicherheit. Wenn sie mit Neuem wie dem Besuch des  Kindergartens oder einem Geschwisterchen konfrontiert werden, helfen Rituale, ihnen ein familiäres Gefühl der Geborgenheit zu vermitteln. Aber nicht nur in Krisenzeiten schätzen Kinder immer wiederkehrende Erlebnisse. Denn etwas stetig Wiederkehrendes geben dem Leben Struktur, schenken Vertrautheit und Halt.

Auch immer wiederkehrende Feste und die feststehende Art, wie die Feste begannen werden sind Rituale. Kinder lieben Feste und das Besondere dabei ist die Vorfreude, die Zeit der Erwartung und der Vorbereitung, an der sie mitwirken dürfen. Das gemeinsame Adventskranzbinden oder Plätzchen backen in der Vorweihnachtszeit, das Ausblasen und bemalen von Ostereiern, das stetig gleiche Geburtstagsständchen. Und das alle Jahre wieder? Ja, bitte! Denn Kinder lieben Wiederholungen. Gleichzeitig erleben wir durch die Kinder Jahreszeiten und Feste wieder bewusster, freuen uns und staunen mit ihnen.

Rituale können ganz unterschiedlich sein, sie entstehen zufällig oder sind Erinnerungen aus der eigenen Kindheit, aber sie müssen zu der jeweiligen Familie und ihrer individuellen Situation passen und sich gut in den Alltag integrieren lassen. Was gefällt und was passt? Wenn man merkt, dass eine immer wiederkehrende Handlung der ganzen Familie gut tut, dann wird sie fast automatisch zum Ritual. Rituale können sich auch im Laufe der Zeit verändern, wie das Alter der Kinder. „Gerade in Zeiten des schnellen Wandels und des immer hektischer werdenden Alltags schaffen Rituale in der Familie einen Ruhepol und erzeugen ein starkes Wir-Gefühl“, so Kerstin Sander, Dipl. Sozialpädagogin und Zweigstellenleitung der Fabi, Paritätischen Familienbildungsstätte München. Deshalb bietet die Fabi in ihrem Kursprogramm als einen ihrer Schwerpunkte „Feste im Jahreskreis“ an. In den Kursen gibt es Anregungen, Ideen für Spiele, Lieder und Gelegenheit Vorfreude gemeinsam zu zelebrieren und Feiertage zu erleben.

Aktuelle Kurse gibt es dazu in der Fabi, Paritätischen Familienbildungsstätte München e.V:

Weitere Kurse und jeweilige Uhrzeiten auf Anfrage:

Fabi Geschäftstelle
info@fabi-muenchen.de
www.fabi-muenchen.de
Tel.: 089 / 99848040

 

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