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Jüdisches Museum München | Das Programm im Januar

Programm im Januar 2019

Jüdisches Museum München

01.01.2019 bis 31.01.2019

Ausstellung
„Sieben Kisten mit jüdischem Material“
Von Raub und Wiederentdeckung 1938 bis heute
Bis 01.05.2019 | Ebenen 1 und 2
80 Jahre nach dem Novemberpogrom von 1938 sind die Geschichten vieler Gegenstände, die damals aus Synagogen geraubt wurden, noch nicht geklärt. Im Museum für Franken in Würzburg wurden 2016 bei Inventarisierungsarbeiten Ritualgegenstände erfasst, deren Herkunft Fragen aufwarf. Ein Forschungsprojekt konnte seither ermitteln, dass zahlreiche Objekte, darunter Tora-Schmuck, Chanukka-Leuchter, Seder-Teller und vieles mehr, aus sieben Synagogen der Region stammen. In der Ausstellung sind diese Objekte zu sehen und ihre Geschichten zu erfahren. Sie macht deutlich, dass ein wesentliches Ziel des vom NS-Staat organisierten Novemberpogroms der Raub jüdischen Eigentums und die damit verbundene Bereicherung war, von der auch zahlreiche Museen profitierten. Gleichzeitig spürt sie am Beispiel Würzburgs der Frage nach, warum die planmäßige und konsequente Aufarbeitung dieser Judaica über einen so langen Zeitraum hinweg unterblieben ist.


Angebote

Öffentliche Rundgänge für Einzelbesucher_innen
Dauer: 60 Minuten | Teilnahme kostenlos mit Eintrittskarte | Keine Anmeldung erforderlich.

SA | SO | 11:00 und 12:30
Das Ganze: Highlights im Jüdischen Museum München

SA | SO | 15:00 
„Sieben Kisten mit jüdischem Material“ — Von Raub und Wiederentdeckung 1938 bis heute

DO | 17.01.2019 | 16:00
Öffentliche Führung für Lehrkräfte| Einführung in die Dauerausstellung 
Jüdische Geschichte im Museum und Unterricht
Eintritt frei, Teilnahme kostenlos

DO | 24.01.2019 | 17:00
Kuratorenführung
„Sieben Kisten mit jüdischem Material“ — Von Raub und Wiederentdeckung 1938 bis heute


Veranstaltungen

DO | 17.01.2019 | 19:00
Zeitzeugenabend 
„Die Mundharmonika hat mir das Leben gerettet“ Die Geschichte von Zvi Cohen

Anlässlich des „Erinnerungstages im Deutschen Fußball“ laden wir zu einem Gespräch mit dem Zeitzeugen Zvi Cohen ein. Im Jahr 2004 haben Fußballfreunde die „!Nie Wieder“ ― Botschaft der Überlebenden des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau aufgegriffen und den „Erinnerungstag im deutschen Fußball“ ins Leben gerufen. Seitdem wird immer rund um den 27. Januar mit unterschiedlichsten Aktionen von Einzelpersonen, Fangruppen und Fanprojekten, Vereinen, Verbänden und Institutionen im gesamten Bundesgebiet an die gesellschaftliche Verantwortung der Fußballfamilie appelliert und den Opfern des Nationalsozialismus im Profi- sowie Amateur-Fußballgeschehen gedacht.
Zvi Cohen, geboren am 21. Mai 1931 als Horst Cohn in Berlin, ist Überlebender des KZ Theresienstadt. Im Mai 1943 wurden er und seine Eltern dorthin deportiert. Von ihm stammt das Zitat „Die Mundharmonika hat mir das Leben gerettet“. Er lehrte sich selbst das Spielen während der Jahre 1941–1943 in Berlin, als es ihm untersagt war, die Wohnung zu verlassen. Auch während der zwei Jahre in Theresienstadt war die Mundharmonika sein ständiger Begleiter. So war er Mitglied im Orchester und der dort aufgeführten Kinderoper „Brundibar“. Wie die Mundharmonika jedoch genau das Leben von Zvi Cohen rettete ist eine ganz eigene Geschichte. Über diese sowie weitere und sein Leben nach der Befreiung, seine Emigration mit den Eltern nach Israel und den Aufbau des Kibbuz Ma’abarot möchten wir uns mit Zvi unterhalten.
Moderation: Eberhard Schulz | Eintritt frei, Einlass ab 18:30. 
Eine Veranstaltung des Fanprojekts München zusammen mit der Initiative „!Nie Wieder ― Erinnerungstag im deutschen Fußball“ und dem Jüdischen Museum München.


DO | 24.01.2019 | 19:00
Zeitzeugenabend 
Überleben in Schwabbruck. Die Geschichte der Hilde Grünberg

Anlässlich des „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ laden wir zu einem Gespräch mit der Zeitzeugin Hilde Grünberg ein.
Dass Hilde Grünberg die Zeit des Nationalsozialismus überlebt hat, grenzt an ein Wunder. Die Münchnerin hat die letzten Kriegsjahre auf dem Land verbracht, in einem Dorf in der Nähe von Weilheim. Sie schwebte in ständiger Lebensgefahr, ihre wahre Identität durfte sie dort nicht preisgeben; denn Hilde Fischer, wie sie mit Mädchennamen hieß, stammt aus einer jüdischen Familie. 1937 geboren, wuchs sie bei Mutter, Oma und Tante auf. Aber ohne Vater, er hatte sich von seiner jüdischen Frau getrennt. Schon als Fünfjährige bekam sie die Machtübergabe an die Nationalsozialisten mit. Die Oma musste den Judenstern tragen und ging nur mehr selten in die Stadt, schließlich wurde sie 1942 nach Theresienstadt deportiert. Mutter Erika, eine Schneiderin, sollte ― zwangsverpflichtet ― in einer Munitionsfabrik arbeiten. Deshalb tauchte sie unter. Und die kleine Hilde? Sie war 1943 durch eine Kinderlandverschickung in Schwabbruck gelandet. Die Bauersfamilie, bei der sie einquartiert war, ahnte nichts von der jüdischen Identität des Mädchens. Es behielt sein Geheimnis für sich. Hilde Grünberg hatte Glück, ihre Familie kam nach dem Krieg wieder zusammen. Ihre Oma hatte das KZ Theresienstadt überlebt. Gemeinsam mit Mutter und Tante feierten sie das Wiedersehen jedes Jahr wieder wie einen Geburtstag.
Moderation: Iris Tsakiridis, Journalistin | Eintritt frei, Einlass ab 18:30. 
Eine Veranstaltung der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum München.


Besucherinformationen

JÜDISCHES MUSEUM MÜNCHEN

Öffnungszeiten: DI-SO | 10:00-18:00
Eintritt 6 Euro | Ermäßigt 3 Euro

MO | 24.12.2018 | geschlossen
DI | 25.12.2018 | geöffnet ab 12:00
MI | 26.12.2018 | regulär geöffnet
MO | 31.12.2018 | geschlossen
DI | 01.01.2019 | geöffnet ab 12:00
SO | 06.01.2019 | regulär geöffnet

Ebene -1 | Dauerausstellung
STIMMEN_ORTE_ZEITEN
Juden in München 

Ebenen 1 und 2 | Ausstellung
„Sieben Kisten mit jüdischem Material“
Von Raub und Wiederentdeckung 1938 bis heute
Bis 01.05.2019


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