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Theater Ananas - teilenteilen

Theater Ananas - teilenteilen

Kulturbühne Spagat, HORIZONT-Haus München

29.01.2019 bis 30.01.2019

Die Puppenspielerin Julia Giesbert, die Schauspielerin Eszter Tompa und die Musikerin Marja Burchard entwickeln als Theater Ananas Figuren- Musik-Theater-Stücke für Menschen ab 3 Jahren. Theater Ananas behandelt große Themen mit spielerischer Leichtigkeit – wie der Name des Ensembles, die Ananas, so sind auch die Produktionen: außen anders als innen, frisch, überraschend, großzügig, süß-sauer-saftig und dabei ein reichhaltiges Lebensmittel.

In „teilenteilen“ erzählt Theater Ananas davon, dass so manches mehr wird, wenn man es nicht allein für sich behält. 

Was ist meins, was deins, wie geht es mir, wenn ich meinen letzten Keks hergebe und er ist plötzlich weg? 

Will ich meine Lieblingsschokolade überhaupt teilen? 

Was heißt es, Zeit zu teilen? 

Darf man zugeben, dass man manche Sachen einfach nicht teilen möchte? 

Wird Freude wirklich mehr, wenn man sie teilt?


„teilenteilen“ entstand innerhalb einer Woche im Kösk. Wir hatten eine Woche lang den Raum zur Verfügung und wollten einfach schauen, ob wir zusammen arbeiten können. Bedingung vom KÖSK war, am Ende das Ergebnis dieser Woche zu zeigen. In nicht mehr als vier Tagen, manchmal mit unseren kranken Kindern auf der Probe, entstand die Geschichte von „teilenteilen“. Wir nahmen uns das Thema „teilen“ vor und begannen dazu zu improvisieren. Julia hatte einige Puppen dabei, und so entstanden die ersten Charaktere. Es entstanden auch neue Puppen – zwei Feuerwehrmänner, die wir aus der Matschhose unserer Kinder bauten. Marja kam dazu und improvisierte mit verschiedenen Instrumenten. Ende 2017 zeigten wir im Kösk ein vorläufiges Ergebnis. 2018 trafen wir uns wieder. Einige Szenen wurden rausgeschmissen, die Rahmenhandlung verfeinert, neue Musikstücke kamen dazu. Seine offizielle Premiere hat das Stück nun in der Kulturbühne Spagat im Januar 2019.

Wir haben uns über viele positive Rückmeldungen gefreut. Das Thema hat vielen gefallen. Teilen ist etwas, womit Kleine und Große etwas anfangen können. Für Kinder ist es ein wichtiger Entwicklungsschritt. Was ist meins, was deins, wie geht es mir, wenn ich meinen letzten Keks hergebe und er ist plötzlich weg? Will ich meine Lieblingsschokolade überhaupt teilen? Was heißt es, Zeit zu teilen? Erwachsene haben während des Stücks vielleicht zwei Sichtweisen: Erziehung und Gesellschaft. Vor allem Geschwisterkinder müssen früh lernen, was es heißt, zu teilen, und dass dies mit vielen Konflikten verbunden ist, die Eltern bisweilen an den Rand der Verzweiflung bringen. Aber auch die Versöhnung ist ein Teil dieses Prozesses. Darf man zugeben, dass man manche Sachen einfach nicht teilen möchte? Welche gesellschaftlichen großen Themen verbinden sich gerade heute mit dem Thema Teilen? Was ist Gemeinsamkeit? Ist Liebe auch manchmal nicht so leicht zu leben? Unsere Erfahrungen als Truppe spiegeln sich immer in unserer Arbeit wieder, unser Kampf, die Gemeinsamkeit aufrecht zu erhalten findet damit seinen Ausdruck. In einer Gesellschaft, die dazu drängt, dass jeder für sich alleine funktioniert, ist es uns als Künstler, aber auch als Mütter sehr wichtig, dieses Kämpfen um Gemeinsamkeit sichtbar zu machen.

Die vielen unterschiedlichen Elemente und die musikalischen Szenen helfen vor allem kleineren Kindern, konzentriert dabei zu bleiben. Sogar die Musik wird aufgeteilt und am Ende mit den Zuschauern zusammengefügt; alle können mitsingen und am Ende aufstehen und tanzen. Und nicht zuletzt sind Puppen für Kinder wie auch für Erwachsene immer ein magisches Element. Es verzaubert die Menschen, wenn ihre Phantasie angesprochen wird und kleine Wesen aus Stoff oder was auch immer lebendig werden und einen Charakter bekommen.

Julia Giesbert (Schauspiel, Puppenspiel)

Julia Giesbert studierte zeitgenössische Puppenspielkunst an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Sie arbeitet seither freischaffend als Puppenspielerin und Schauspielerin im Bereich Film und Theater.
Gastaufträge führten sie an das Staatstheater Braunschweig („Miss Sara Sampson“, Regie: Anna Bergmann), das Schauspielhaus Bochum („Jim Knopf“, Regie: Katja Lauken), das Staatstheater Oldenburg („Anna Karenina“, Regie: Anna Bergmann), das Stadtsteater Malmö („En Midsommernatsdröm“, Regie: Anna Bergmann) und an die Oper Dortmund („Der Barbier von Sevilla“).

Für Ausstellungshäuser drehte sie Puppenfilme wie z. B. für das Haus der Arbeit in Dresden, die Grimm Welt Kassel und das Stapferhaus Lenzburg (Eröffnung Oktober 2018). Mit Theater Ananas entstehen erstmals eigene Arbeiten für die Bühne.

Julia Giesbert ist Mutter von zwei Kindern und lebt mit ihrer Familie in München. www.julia-giesbert.de

Eszter Tompa (Schauspiel, Puppenspiel)

wuchs in Siebenbürgen, Rumänien auf. Sie spielte in ungarischen Kinofilmen mit und arbeitete bereits im Theater von Szabolcs Hajdu, bevor sie zum Schauspielstudium nach Deutschland kam. 2008 absolvierte sie die Athanor Akademie für Darstellende Kunst in Burghausen. Sie ist Mitbegründerin des Münchner Instituts für Glücksfindung. In verschiedenen Ländern und in acht Sprachen war sie als Film- und Theaterschauspielerin engagiert. Seit 2014 wohnt sie in München, ist Mutter eines Kindes und realisiert mit Theater Ananas eigene Projekte für Kinder.

Marja Burchard (Musik)

Marja Burchard wurde 1985 in München geboren. Durch ihren Vater Christian Burchard, Gründer und Leiter der Weltmusikgruppe Embryo, kam sie schon als Kind mit außer- und innereuropäischer Musik in Berührung. Schon früh bekam Marja klassischen Klavierunterricht sowie Unterricht von dem Jazzpianisten Mal Waldron. Mit 12 Jahren fing sie an, Schlagzeug zu spielen. Als 14-Jährige lernte sie Viertelton-Marimba und Bass-Marimba, mit 19 Jahren Posaune und später Akkordeon, Vibraphon und Santoor. Von 2005 bis 2012 studierte sie Ethnologie, slawische Philologie und Musikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians- Universität in München. Ab 2013 komponierte und performte sie für das AntagonTheater in Frankfurt, mit dem sie u. a. in Brasilien, Sibirien und Rumänien tourte. Sie spielt und komponiert für verschiedene Bandkollektive sowie für verschiedene Theaterprojekte in München. Seit 2015 leitet sie das Community Music Orchester in München in Kooperation mit den Münchner Philharmonikern. Seit 2016 leitet sie die Weltmusikgruppe Embryo, mit der sie innerhalb und außerhalb Europas durch die Welt tourt, um den ewigen Fluss von Embryo weiter fließen zu lassen.


Figuren-Musik-Theater für Menschen ab 3

Idee, Konzept, Spiel: Julia Giesbert und Eszter Tompa | Musik: Marja Burchard


Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München


PREMIERE: Dienstag, 29.1., 16.00 Uhr  - Mittwoch, 30.1., 10.00 Uhr

Kulturbühne Spagat, HORIZONT-Haus DomagkparkBauhausplatz 3, 80807 MünchenTickets: 15 , erm. 10 , Schüler 5 

Reservierung:


Veranstaltungsdetails:

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