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Jüdisches Museum München JMM

Programm im Juli

Jüdisches Museum München JMM

01.07.2019 bis 31.07.2019

Ausstellung

Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen
29.05.2019−23.02.2020 | Ebenen 1 und 2

Während man von Globalisierung und internationaler Gemeinschaft spricht, werden überall in der Welt neue Grenzzäune und Mauern errichtet: um Staaten, besetzte Territorien und exklusive Wohnsiedlungen, zwischen öffentlichem und privatem Raum, Erlaubtem und Unerlaubtem. Manche dieser Grenzen sind durchlässig und andere tödlich, manche sichtbar gezogen und andere durch kulturelle Codes, Sprachtests oder biometrische Verfahren bewehrt. Grenzen entscheiden über Leben und Tod, „Identität“ und „Fremdheit“, Zugehörigkeit und Ausschluss. Ausgehend von der biblischen Erzählung von der Flucht der Efraimiter vor den siegreichen Gileaditern und ihrem tödlichen Scheitern an den Ufern des Jordans (Buch Richter 12, 5–6), lädt das Jüdische Museum München internationale Künstler_innen dazu ein, Grenzen in aller Welt kritisch zu betrachten.


Angebote

Öffentliche Rundgänge für Einzelbesucher_innen
Dauer: 60 Minuten | Teilnahme kostenlos mit Eintrittskarte | Keine Anmeldung erforderlich
SA | SO | 11:00 und 12:30
Das Ganze: Highlights im Jüdischen Museum München
SO | 15:00
Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen

SO | 07.07.2019 | 17:00
Kuratorenrundgang mit Boaz Levin
Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen
Teilnahme kostenlos mit Eintrittskarte

DI | 16.07.2019 | 14:00
Rundgang für Senior_innen
Leben und Tradition. Einführung in das Judentum

Teilnahme kostenlos mit Eintrittskarte

DO | 18.07.2019 | 16:00
Rundgang für Lehrkräfte | Einführung in die Dauerausstellung
Das Judentum im Museum und im Unterricht

Eintritt frei, Teilnahme kostenlos

SO | 28.07.2019 | 10:00-12:00
Kinderworkshop | Sag Schibbolet!
Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen − Philosophieren und Zeichnen für Kinder

Die Ausstellung „Sag Schibbolet!“ erkundet sichtbare und unsichtbare Grenzen, die zwischen Menschen bestehen können. Sie regt uns an, auch über unseren Alltag nachzudenken. Was trennt uns voneinander? Was verbindet uns? Gemeinsam gehen wir diesen Fragen nach und verarbeiten diese auch zeichnerisch.
Die Teilnahme am Kinderworkshop ist kostenlos, der Eintritt entfällt. Geeignet für Kinder von 8-12 Jahren
Anmeldung unter: Email fuehrungen.jmm@muenchen.de oder Tel. +49 89 23329402


Veranstaltungen

SO | 07.07.2019 | 14:00-18:00 und 19:30
Grenzenlos
Poetry-Slam-Workshop mit Spoken Word Artist Achim „Waseem“ Seger inspiriert durch die Ausstellung „Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen“

Workshop für Jugendliche ab 14 Jahren und junge Erwachsene | Poetry Slam um 19:30
1990 sicherten weltweit nur 15 Staaten ihre Grenzen mit Zäunen und Mauern, heute sind es schon 70! Das Bedürfnis, Grenzen zwischen Menschen zu ziehen, geht aber weit darüber hinaus: Grenzen haben viele Formen, sie trennen uns auch in unserem Alltag. Im Poetry Slam-Workshop am Nachmittag (14:00–18:00 Uhr) betrachten wir Grenzen nicht nur von außen, sondern versuchen, sie mithilfe von Sprache zu erfassen. Der Workshop vermittelt Techniken, unser Denken und Fühlen in Worte zu kleiden und die Texte dann auch performativ vorzustellen. Achim „Waseem“ Seger, Münchner Poetry Slamer und DJ, unterstützt alle Teilnehmer_innen dabei. Mitmachen kann jeder, Vorkenntnisse sind nicht notwendig.
Ab 19:30 Uhr (Einlass ab 19:00 Uhr) können die Teilnehmenden die wortreichen Ergebnisse des Workshops im Rahmen eines öffentlichen Poetry Slams präsentieren.
Eintritt frei | Anmeldung zum Workshop unter: Email ausarten.muenchen@gmail.com
Eine Veranstaltung des Jüdischen Museums München in Zusammenarbeit AusARTen − Perspektivwechsel durch Kunst und Moishe House München im Rahmen der Ausstellung „Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen“.


MO | 08.07.2019 | 19:00
Flucht und Bewegung
Lesung und Gespräch mit Najem Wali

Grenzen als Membranen zu erkennen, die zugleich trennen und verbinden“, fordert Najem Wali in einem Text über Abraham/Ibrahim, den er als „Stammvater der Menschheit“ und Begründer eines ewigen menschlichen Handlungsmusters aus Bewegung und Flucht deutet. Einem Muster, dem die Menschheit auch heute immer wieder mit der Schließung von Grenzen und Routen begegnet, das aber nur neuerlichen „Menschenneid“ weckt.
Najem Wali, 1956 in Basra geboren, ist ein irakischer Schriftsteller und Journalist und lebt zwischen Berlin und Bagdad. Wali floh 1980 nach Ausbruch des Iran-Irak-Krieges aus dem Irak. Er studierte Germanistik und Spanische Literatur in Hamburg und Madrid. Sein 2009 veröffentlichtes Buch „Reise in das Herz des Feindes“, ein empathischer Bericht über seine Reisen in Israel, zeichnet ein facettenreiches Bild eines widersprüchlichen Landes. Zuletzt erschien 2018 der Roman „Saras Stunde“.
Moderation: Boaz Levin, Kurator der Ausstellung „Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen“
Eintritt 8 €, ermäßigt 7 €, Einlass und Abendkasse ab 18:30 Uhr
Anmeldung unter: Email info@evstadtakademie.de oder Tel. +49 89 5490270
Eine Veranstaltung des Jüdischen Museums München in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Stadtakademie München und Bellevue di Monaco im Rahmen der Ausstellung „Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen“.


DI | 09.07.2019 | 19:00
Reflection on the „Other“ − The Image of the Arab in Israeli Art
Vortrag von Smadar Sheffi in englischer Sprache

Die arabischen Palästinenser dienten seit den ersten Einwanderungswellen als ein prominentes Motiv für die unter den Vorzeichen des Zionismus neu entstehende jüdische Kunst. Oftmals wurden sie im Zeichen des Orientalismus als „noble Wilde“ dargestellt, mitunter aber auch als getreues Abbild der biblischen Charaktere, in beiden Fällen aber als eine in der Zeit stehengebliebene ländliche Bevölkerung. Nur selten wurden das arabische Bürgertum oder die einfachen Arbeiter_innen in den Städten dargestellt. Dieser Vortrag wird darauf eingehen, wie sich seit Staatsgründung, vor allem aber seit der ersten und zweiten Intifada das „Bild des Arabers“ in der israelischen Kunst gewandelt hat.
Smadar Sheffi ist Dozentin an der School of Design & Innovation des College of Management Academic Studies. Sheffi war außerdem zwanzig Jahre lang Kunstkritikerin der Zeitung Ha’aretz. Sie berichtet weiterhin regelmäßig über zeitgenössische Kunst für das israelische Fernsehen und Radio und arbeitet als Ausstellungskuratorin, u.a. für das Bialik House Museum in Tel Aviv.
Eintritt frei | Anmeldung unter: Email juedische.geschichte@lrz.uni-muenchen.de
Eine Veranstaltung des Lehrstuhls für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum München im Rahmen der Ausstellung „Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen“.


Anderswo | Museum für Franken

Ausstellung

„Sieben Kisten mit jüdischem Material“ − Von Raub und Wiederentdeckung 1938 bis heute
05.06.−20.10.2019

80 Jahre nach dem Novemberpogrom von 1938 sind die Geschichten vieler Gegenstände, die damals aus Synagogen geraubt wurden, noch nicht geklärt. Im Museum für Franken in Würzburg wurden 2016 bei Inventarisierungsarbeiten Ritualgegenstände erfasst, deren Herkunft Fragen aufwarf. Ein Forschungsprojekt konnte seither ermitteln, dass zahlreiche Objekte, darunter Tora-Schmuck, Chanukka-Leuchter, Seder-Teller und vieles mehr, aus sieben Synagogen der Region stammen. In der Ausstellung sind diese Objekte zu sehen und ihre Geschichten zu erfahren und nun nach ihrer Präsentation in München auch in Würzburg zugänglich.


Besucherinformationen

JÜDISCHES MUSEUM MÜNCHEN


Öffnungszeiten: DI-SO | 10:00-18:00
Eintritt 6 Euro | Ermäßigt 3 Euro

Ebene -1 | Dauerausstellung
STIMMEN_ORTE_ZEITEN
Juden in München

Ebenen 1 und 2 | Ausstellung
Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen
29.05.2019−23.02.2020
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